Entstehung

Die Deutsche Kommission "Justitia et Pax" regte 1999 an, dass die Kirche Betroffenen des DDR-Systemunrechts und Traumatisierten der SED-Gewaltherrschaft bei ihrer individuellen Versöhnung mit der eigenen Geschichte unterstützen und damit gesellschaftliche Versöhnungsprozesse befördern sollte mit dem Ziel, ein spezifisches psychosoziales Beratungsangebot zu schaffen.

Dazu wurde eine ökumenisch zusammengesetzte Projektgruppe gebildet, der folgende Personen angehörten:

Prälat Hellmut Puschmann, Bischöfliche Kommission Justitia et Pax, Leiter der Gruppe

Curt Stauss, Beauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland für Seelsorge und Beratung für Opfer der SED-Kirchenpolitik

Prof. Dr. Thomas Hoppe, Professur für Katholische Sozialethik an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Bischöfliche Kommission Justitia et Pax

Norbert Peikert, Supervisor (DGSv)

Hartmut Storrer, Caritas Mecklenburg e.V.

Die Projektgruppe traf sich regelmäßig bis zu vier Mal im Jahr und hat in der Zeit zwischen 1999 und 2010 einen ersten Ausbildungsgang für Beraterinnen und Berater konzipiert und durchgeführt, ein Netz von Beratungsstellen initiiert und die Beratungstätigkeit ausgewertet und durch Supervision begleitet.

In einer Fachtagung 2008 wurde deutlich, dass das Angebot einer Weiterbildung zur psychosozialen Beratung dringend erwünscht wurde.

So hat die Projektgruppe eine zweite Weiterbildung zur Beratung vorbereitet und organisiert.

Zugleich wurde die Gründung des Instituts für Diktatur-Folgen-Beratung vorbereitet. Mit der Genehmigung der Satzung durch die Caritas Mecklenburg e.V. konnte das Institut im Dezember 2010 ins Leben gerufen werden. Die feierliche Gründungsveranstaltung fand am 17. November 2011 in Schwerin statt.